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Vegan Guide Hamburg in Tel Aviv

Tel Aviv gilt schon länger als veganer Hotspot. Nicht zuletzt wurde die bunte Metropole am Mittelmeer 2017 vom Independent zur veganen "Welthauptstadt" ernannt. Wir waren für euch 15 Tage auf Entdeckungstour in der Stadt. Neben einer großen Auswahl an veganen Restaurants, Cafés und Imbissen gibt es auch Bars und Geschäfte mit rein pflanzlichem Angebot, vegane Meetups, Märkte, kulinarische Führungen und viele weitere Veranstaltungen.

Daneben haben viele Restaurants und Cafés vegane Speisekarten und auch die Supermärkte sind voller pflanzlicher Highlights. So bunt und vielseitig wie sich Tel Avivs Stadtbild präsentiert, ist auch die kulinarische Auswahl, die für jeden Geschmack etwas zu bieten hat. Besonders rund um den südlichen Teil des Rothschild Boulevards reihen sich die veganen Locations fast aneinander.

Unser Fazit: Tel Aviv ist ein echtes Paradies für Veganer, lebensfroh und macht seinem Ruf alle Ehre. 15 Tage sind aber definitiv zu wenig, um das große verlockende Angebot auszutesten. Wir müssen also wiederkommen!

Hier passieren gute Dinge: Café Alegria

Unser erster Stopp war bei Alegria, einem kleinen gemütlichen veganen Café, das vor allem für seine veganen Käsealternativen bekannt ist. Neben »Camembert«-Sandwiches gibt es z.B. auch einen »Blue Cheese«-Salat im Angebot. Super lecker.

Über dem Laden heißt es »דברים טובים קורים פה«, übersetzt: »Hier passieren gute Dinge«. Das können wir natürlich direkt unterschreiben. Allegria verkauft übrigens, genauso wie »Taste of Life« (Levinsky Market) auch vegane Käsealternativen zum Mitnehmen. Sehr empfehlenswert: Labane, eine Art Joghurt-/Frischkäse, der oft in den arabischen Küchen zu finden ist.

Von morgens bis abends lecker: Café Anastasia

Als nächstes stand ein Besuch bei Anastasia an, einem der wohl besten veganen Restaurants der Stadt mit einem leckeren Frühstücks-, Mittag- und Abendangebot (Die Frühstücksgerichte können übrigens den ganzen Tag über bestellt werden.) Wir hatten ein veganes Shakshuka, das Rührtofusandwich und einen Soba-Salat. Auch das Team des Anastasia ist einfach toll.

Vegan einkaufen in Tel Aviv ist kinderleicht

Die Supermärkte in Tel Aviv haben eine sehr große Auswahl an rein pflanzlichen Produkten. Einzig die sprachlichen Barrieren können manchmal hinderlich sein. Dank der lokalen Organisation Vegan-Friendly sind aber immer mehr Produkte mit einem kleinen Herzen ausgezeichnet (s. Foto). Schaut sonst nach "טבעוני", was vegan bedeutet und oft an Regalen zu finden ist.

Hier tanzt man auf den Tischen: Restaurant Nanuchka

Am nächsten Tag ging es zu Nanuchka, einem der wohl bekanntesten veganen Restaurants Tel Avivs, das abends zu einer Bar wird. Der Fokus liegt hier auf georgischer und arabisch inspirierter Küche. An den Wochenenden legen hier auch DJs auf und es kann - laut Gerüchten - auf den Tischen getanzt werden. Wir hatten Zucchini-Röllchen gefüllt mit einer Cashewcreme in einer würzigen Tomatensauce und - ein Klassiker in Israel - eine gebackene Aubergine mit Tahini-Topping.

Veganer Frühlingsmarkt vom Nanuchka

Anschließend waren wir auf einem veganen Frühlingsmarkt, der von Nanuchka organisiert wurde. Hier gab es Kochbücher, Taschen, Accessoires und viele weitere Produkte lokaler veganer Firmen. Zu unserer Freude haben wir auf dem Frühlingsmarkt auch Ori Shavit getroffen, eine israelische Food-Kritikerin, Tierrechtsaktivistin und Kochbuchautorin. Ihr Kochbuch (übersetzt: Meine vegane Küche) soll es bald auch auf Englisch geben und ist in Israel schon seit ein paar Wochen auf Platz eins der Bestsellerlisten. Masel Tov, Ori!!

Vegane Street-Art in Tel Aviv

Auf urbaner Safari durch Tel Aviv entdeckt man viele Street Art Motive mit Bezug zu Tierrechten.

Vegane Burger bei den Nature Boys

Auch in Tel Aviv haben Burger Einzug gehalten. Total begeistert waren wir von unserem Besuch beim veganen Restaurant "Nature Boys", wo neben Burgern mit kreativen Namen auch verschiedene Bowls zur Auswahl stehen. Das Essen wird hier übrigens nicht frittiert und ist geschmacklich wirklich topp!! Danke an das super liebe Team von Nature Boys für die Gastfreundschaft.

Vegan Meetup im Meshek Barzilay

Am Abend waren wir beim veganen Meetup im Restaurant »Meshek Barzilay«, das von einer veganen Facebook-Gruppe aus Tel Aviv einmal im Monat organisiert wird. Nicht nur das Essen war ein voller Genuss. Vielen Dank für den schönen Abend!!

Vegane Führung durch Neve Tzedek

Besonders für Neuveganer ist sicherlich die vegan culinary tour durch Neve Tzedek interessant, dem wohl vegansten Viertel der Stadt. Auf der Tour besucht man vegane Restaurants, probiert unterschiedlichste Gerichte und spricht über die vegane Lebensweise in Israel und ganz allgemein. Auf der Tour haben wir unter anderem bei Zakaim Halt gemacht, einem von der persischen Küche beeinflussten veganen Restaurant. Buchen kann man die Tour über betelavivtours.com

Das beste Hummus der Stadt gibt’s bei Abu Hassan

Ein absolutes Muss ist ein Besuch bei Abu Hassan in Jaffa, einer der ältesten Hafenstädte der Welt, die heute zur Doppelstadt Tel Aviv - Jaffa gehört. Bei Abu Hassan soll es das beste Humus der ganzen Stadt geben.

Wir hatten auf Empfehlung das Massabacha, ein humusähnliches Gericht mit grob zerstampften Kichererbsen. Einfach unvergesslich lecker!!!

Edel und lecker: Bar 4.16

Am Abend ging es für uns in das stylishe vegane Restaurant 416. In schöner Atmosphäre hatten wir eine Shawarma Pfanne, ein Klassiker der israelischen Küche. Als Dessert haben wir uns dann noch einen Cheesecake gegönnt. Absolut empfehlenswert. Die Preise wirken erst mal etwas hoch, aber ein Hauptgericht reicht leicht für drei Personen!!

Oh! My! Goodness!

Am nächsten Tag stand ein Besuch bei Goodness im Stadtzentrum an, wo es neben Burgern auch Wraps und co gibt. Besonders empfehlenswert sind die Gerichte mit mittel- und südamerikanischem Einfluss.

Gut gestärkt in den Tag: Frühstück bei Landwer

Was ist ein Urlaub ohne ein leckeres Frühstück? Bei Café Landwer hatten wir ein veganes Omelette-Baguette mit Salat. Auch viele weitere Cafés haben tolle vegane Frühstücksoptionen. Besonders groß ist die Auswahl z.B. bei den Filialen von Café Greg.

Nur kurz was Naschen: Piece of Cake

Für den kleinen Hunger zwischendurch lohnt sich immer ein Besuch bei der Bäckereikette "Piece of Cake", die süßes und herzhaftes veganes Gebäck und Kuchen im Angebot hat. Auf dem Schild unten rechts ist das "vegan friendly" Logo zu sehen, das auch auf vielen Produkten im Supermarkt zu finden ist.

Phi Community Garden

Last but not least waren wir auch bei Phi, einem veganen Restaurant, das etwas versteckt liegt zwischen Rotschild Boulevard und dem Start-Up Zentrum »Mindspace«. Wir hatten eine Bowl mit gebratener Aubergine, Kichererbsen und leckerem Tahini sowie gebackenes Wurzelgemüse mit dem wohl besten Aioli-Dip aller Zeiten. Abends verwandelt sich Phi übrigens in eine Bar, die mit ihrer schönen Atmosphäre zum Verweilen einlädt.

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